Hochklassige Ausstellungen in den Deichtorhallen Hamburg

„The Concept of Lines“ trifft Peter Keetman

Im Rahmen unserer Partnerschaft mit den Deichtorhallen in Hamburg legen wir Fotografie-Faszinierten zwei besondere Ausstellungen ans Herz. Die erste trägt den Namen „The Concept of Lines“ und widmet sich Werken von Richard Avedon, George Hoyningen-Huene und Irving Penn. Gezeigt werden Exponate aus der Sammlung FC. Gundlach. Ausstellung Nr. 2 fokussiert sich auf den Ausnahmefotografen Peter Keetman,

„Concept of Lines“: Ikonen amerikanischer Fotografie-Historie

George Hoyningen-Huene (1900–1968), Richard Avedon (1923–2004) und Irving Penn (1917–2009) – jeder einzelne dieser Fotografen stellt für sich bereits ein unschlagbares Highlight der amerikanischen Fotografiegeschichte dar.

Die kühle Sachlichkeit ihrer Arbeiten konstituiert sich durch die extrem hohe grafische Qualität. Die subtile Handhabung der Linie eint als signifikantes Merkmal die Arbeiten dieser drei Ikonen, ist dabei aber in Abhängigkeit von der jeweiligen Stilistik des Fotografen sehr unterschiedlich definiert.

The Concept of Lines

Die Ausstellung zu den Fotografen George Hoyningen-Huene, Irving Penn und Richard Avedon ist bis zum 12. Februar 2017 geöffnet. Veranstaltungsort ist das „Haus der Photographie“ in den Hamburger Deichtorhallen.

 

Besonders

Das raffinierte lineare Spiel, das die Bildelemente sorgfältig voneinander trennt, sie verbindet oder aber als selbständig übergeordneter Bedeutungsträger in Erscheinung tritt, fungiert nicht nur als gemeinsames gestaltendes Element – die Linie wird zum grafischen Mittler innerhalb des fotografischen Übertragungsprozesses vom Dreidimensionalen ins Zweidimensionale.

Insbesondere hier findet sich die Verbindung zu den Arbeiten von Peter Keetman, der sich im Sinne des „geformten Einzelbildes“ als Mitglied der Gruppe „fotoform“ von der konventionellen Lichtbildnerei der Nachkriegszeit abwandte. 

 

  • VW-Werk: Hintere Kotflügel © Stiftung F.C. Gundlach
  • Peter Keetman: Rohre, 1958 © Stiftung F.C. Gundlach
    Peter Keetman: Rohre, 1958 © Stiftung F.C. Gundlach
  • Peter Keetman: Graustufen, Schwarzwald 1980 © Stiftung F.C. Gundlach
    Peter Keetman: Graustufen, Schwarzwald 1980 © Stiftung F.C. Gundlach
  • Peter Keetman: Schraubenpumpe, 1960 © Stiftung F.C. Gundlach
    Peter Keetman: Schraubenpumpe, 1960 © Stiftung F.C. Gundlach
  • Peter Keetman: Wassertropfen, C. 1956, verwendet für Boehringer Ingelheim, © Stiftung F.C. Gundlach
    Peter Keetman: Wassertropfen, C. 1956, verwendet für Boehringer Ingelheim, © Stiftung F.C. Gundlach

 

Keetman: Gestaltungsmöglichkeiten der Kamera

Was die Fotografie mir erschließt, sind Gesetze und Schönheiten. Je tiefer ich fotografierend in die Materie eindringe, um so größere Welten tun sich auf. Peter Keetman

In seinem 100. Geburtsjahr 2016 wird das herausragende fotografische Lebenswerk Peter Keetmans (1916–2005) mit einer Retrospektive erstmals in seiner ganzen Vielfalt vorgestellt. Die Schau ist vom 17. November 2016 bis 12. Februar 2017 im „Haus der Photographie“ der Deichtorhallen zu Gast.


Augen geöffnet

Kennzeichnend für Keetmans Schaffen ist die stetige und schöpferische Auseinandersetzung mit den Gestaltungsmöglichkeiten der Kamera – experimentierend, formal abstrahierend, suchend nach gestalteter Präzision und nach einer lebendigen Fotografie. Im Spannungsfeld von Formwillen einerseits und staunender Faszination für seine Um-Welt andererseits gelingt Keetman mit seinen Werken immer wieder die Versinnlichung der Bildidee.

Die Retrospektive zeigt nicht nur die Laufbahn eines Fotografen, sondern auch die vielgestaltige Karriere des Mediums Fotografie zwischen freiem künstlerischem Schaffen und den Gebrauchsformen der Fotografie. Sie lässt uns einen der wichtigsten deutschen Fotografen der Nachkriegszeit neu entdecken.

 



 

 

Quelle: Pressemitteilung Deichtorhallen Hamburg

Ein Kommentar

  1. Tolle Ideen für eine neue Perspektive – das regt an, selber mal anders zu schauen!

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