Völlig losgelöst: Pilot und Fotograf Volker Frenzel

Jeden Tag an einem anderen Ort

Als Pilot bei Lufthansa hat Volker Frenzel die Welt gesehen: Amerika, Asien, Afrika – alles mit dem „eigenen“ Jumbo. Ideal, um sich unterwegs fotografisch auszuleben und dabei seine ganz eigene Art des Fotografierens zu entwickeln.

Text: Florian Schuster, Fotos: Volker Frenzel

 

Volker Frenzel mit Familie

Volker Frenzel hat seine Frau Sabine an Bord kennengelernt – sie ist Stewardess. Auch Tochter Kristina arbeitet über den Wolken. Die Jüngste, Karolin, ist Tierärztin, doch ihr Mann ist Pilot.

Auf einer Liste der Traumberufe müsste Pilot eigentlich ganz oben stehen: Die schönsten Plätze der Welt besuchen, in neue Kulturen eintauchen und dabei auch noch Zeit zum Fotografieren haben. Lufthansa-Pilot Volker Frenzel ist einer, den das Reise- und Fotofieber gleichermaßen gepackt hat. Spricht man mit ihm übers Fotografieren, dann ist das nicht vergleichbar mit anderen Fotografen, die auf Reisen Bilder machen.

Der typische Fotograf, der im Urlaub knipst, will möglichst viele Orte besuchen und viele verschiedene Aufnahmen erhalten. Frenzel hingegen kann es sich leisten, auch einfach einmal kein Foto zu machen, wenn das Wetter nicht passt oder ihm die Atmosphäre einfach zu langweilig ist. Denn er weiß: In ein paar Wochen oder Monaten ist er wieder da. Hat eine neue Chance, Bilder zu machen, die anders sind. Anders als das, was die Mehrzahl der Fotografen produziert, die tag­täglich durch New York oder Bangkok laufen.

  • Bild aus der Serie "New York". Fotos: Volker Frenzel
    Bild aus der Serie "New York". Fotos: Volker Frenzel
  • Bild aus der Serie "New York". Fotos: Volker Frenzel
    Bild aus der Serie "New York". Fotos: Volker Frenzel
  • Bild aus der Serie "New York". Fotos: Volker Frenzel
    Bild aus der Serie "New York". Fotos: Volker Frenzel
  • Bild aus der Serie "New York". Fotos: Volker Frenzel
    Bild aus der Serie "New York". Fotos: Volker Frenzel
  • Bild aus der Serie "New York". Fotos: Volker Frenzel
    Bild aus der Serie "New York". Fotos: Volker Frenzel
  • Bild aus der Serie "New York". Fotos: Volker Frenzel
    Bild aus der Serie "New York". Fotos: Volker Frenzel

„Natürlich mache auch ich ganz normale Reisefotos, wenn ich im Urlaub bin“

„Natürlich mache auch ich ganz normale Reisefotos, wenn ich im Urlaub bin“, verrät der Pilot0. Aber die sind dann nicht für Ausstellungen oder Wettbewerbe gedacht, sondern für das private Fotobuch. „Da ist es mir dann auch egal, wenn das Licht nicht ganz perfekt ist.” Dann gehe es schließlich darum, Momente festzuhalten und zu dokumentieren.

In der Fotoszene hat sich der 65-Jährige längst einen Namen gemacht: Er ist Mitglied im Deutschen Verband für Fotografie, der Deutschen Gesellschaft für Photographie, er hat mit seinen Bildern Landesmeisterschaften gewonnen, wurde Deutscher Meister und trägt den Meistertitel der Fédération Internationale de l’Art Photografique. Seine Bilder wurden bereits in 19 Einzelausstellungen gezeigt. Volker Frenzel ist ein Perfektionist: Jemand, der sich viele Gedanken macht über Bildaufbau, Licht und Bildaus­sage. Er ist kein Künstler im Studio, sondern jemand, der sich im richtigen Setting treiben lassen muss. Mitlaufen im Takt der Stadt. Menschen beobachten.

  • Echtes Leben: Diese Porträts entstanden in Asien. Fotos: Volker Frenzel
    Echtes Leben: Diese Porträts entstanden in Asien. Fotos: Volker Frenzel
  • Echtes Leben: Diese Porträts entstanden in Asien. Fotos: Volker Frenzel
    Echtes Leben: Diese Porträts entstanden in Asien. Fotos: Volker Frenzel
  • Echtes Leben: Diese Porträts entstanden in Asien. Fotos: Volker Frenzel
    Echtes Leben: Diese Porträts entstanden in Asien. Fotos: Volker Frenzel
  • Echtes Leben: Diese Porträts entstanden in Asien. Fotos: Volker Frenzel
    Echtes Leben: Diese Porträts entstanden in Asien. Fotos: Volker Frenzel
  • Echtes Leben: Diese Porträts entstanden in Asien. Fotos: Volker Frenzel
    Echtes Leben: Diese Porträts entstanden in Asien. Fotos: Volker Frenzel
  • Echtes Leben: Diese Porträts entstanden in Asien. Fotos: Volker Frenzel
    Echtes Leben: Diese Porträts entstanden in Asien. Fotos: Volker Frenzel
  • Echtes Leben: Diese Porträts entstanden in Asien. Fotos: Volker Frenzel
    Echtes Leben: Diese Porträts entstanden in Asien. Fotos: Volker Frenzel

 

„Manchmal lasse ich mich mit einer Bildidee im Kopf auch einfach nur treiben.“

Auf der Suche nach neuen Perspektiven, nach Land und Leuten, nach faszinierenden Bauwerken und Alltäglichem. „Unterwegs habe ich die Muße zum Fotografieren. Manchmal habe ich nur eine grobe Idee, laufe einfach los, ohne zu wissen, was ich genau fotografieren will.“ Ein neuer Stadtteil ist im Kommen? Nichts wie hin. Durch die Straßen streunen, auf einer Bank sitzen, sich inspirieren lassen. So hat er auf Dutzenden Reisen New York entdeckt, Meter um Meter.

Wenn Frenzel sagt, er weiß vorher nicht genau, was er fotografieren will, dann heißt das nur: Es gibt nicht den einen Ort oder die eine Sehenswürdigkeit, die er sich vornimmt. Was er sehr wohl im Kopf hat: Konkrete Projekte, Themen, die er sich selbst setzt – und die am Ende allein und auch als Serie so gut funktionieren, dass sie in Magazinen gedruckt werden oder bei Wettbewerben gewinnen.

  • Bilder der Serie „Cool City“. Fotos: Volker Frenzel
    Bilder der Serie „Cool City“. Fotos: Volker Frenzel
  • Bilder der Serie „Cool City“. Fotos: Volker Frenzel
    Bilder der Serie „Cool City“. Fotos: Volker Frenzel
  • Bilder der Serie „Cool City“. Fotos: Volker Frenzel
    Bilder der Serie „Cool City“. Fotos: Volker Frenzel
  • Bilder der Serie „Cool City“. Fotos: Volker Frenzel
    Bilder der Serie „Cool City“. Fotos: Volker Frenzel
  • Bilder der Serie „Cool City“. Fotos: Volker Frenzel
    Bilder der Serie „Cool City“. Fotos: Volker Frenzel
  • Bilder der Serie „Cool City“. Fotos: Volker Frenzel
    Bilder der Serie „Cool City“. Fotos: Volker Frenzel
  • Bilder der Serie „Cool City“. Fotos: Volker Frenzel
    Bilder der Serie „Cool City“. Fotos: Volker Frenzel
  • Bilder der Serie „Cool City“. Fotos: Volker Frenzel
    Bilder der Serie „Cool City“. Fotos: Volker Frenzel
  • Bilder der Serie „Cool City“. Fotos: Volker Frenzel
    Bilder der Serie „Cool City“. Fotos: Volker Frenzel
  • Bilder der Serie „Cool City“. Fotos: Volker Frenzel
    Bilder der Serie „Cool City“. Fotos: Volker Frenzel
  • Bilder der Serie „Cool City“. Fotos: Volker Frenzel
    Bilder der Serie „Cool City“. Fotos: Volker Frenzel

 

„In Asien sind die Menschen Fotografen gegenüber viel lockerer als bei uns in Deutschland.“

Sein erstes großes Projekt war die Serie „Underground“. Die U-Bahnen der Welt haben es ihm angetan: starke Farben, moderne Architektur, jede Menge Bewegung – die Pulsadern einer Stadt. Mit der Idee war er nicht lange allein: „Irgendwann hat jeder in der U-Bahn fotografiert, da habe ich mir etwas Neues gesucht“, resümiert Frenzel. Es folgten zwei weitere Serien, die im Stil durchaus ähnlich sind: In „Cool City“ zeigt er Menschen im modernen Umfeld. Und sein neuestes Projekt „Quo Vadis“ folgt Menschen auf ihrem Weg durch den Alltag.

Alle drei Projekte sprechen zwar die gleiche Bildsprache, sind aber doch grundverschieden: Während die Bilder in „Cool City“ bis ins letzte Detail perfekt sind, wirken die Bilder von „Quo vadis“ sehr viel echter – „und für Wettbewerbsbilder sind die nicht schön genug“, sagt Frenzel selbst. Hat man als fotografierender Pilot eigentlich ein Lieblingsziel? „Ganz klar Asien“, antwortet Frenzel. „Da ist es gar kein Problem, Leute zu fotografieren. Die sind viel lockerer als bei uns. Versuchen Sie das mal in Deutschland!“

  • „Quo vadis“ - alltägliche Szenen aus dem Leben der Menschen. Fotos: Volker Frenzel
    „Quo vadis“ - alltägliche Szenen aus dem Leben der Menschen. Fotos: Volker Frenzel
  • „Quo vadis“ - alltägliche Szenen aus dem Leben der Menschen. Fotos: Volker Frenzel
    „Quo vadis“ - alltägliche Szenen aus dem Leben der Menschen. Fotos: Volker Frenzel
  • „Quo vadis“ - alltägliche Szenen aus dem Leben der Menschen. Fotos: Volker Frenzel
    „Quo vadis“ - alltägliche Szenen aus dem Leben der Menschen. Fotos: Volker Frenzel
  • „Quo vadis“ - alltägliche Szenen aus dem Leben der Menschen. Fotos: Volker Frenzel
    „Quo vadis“ - alltägliche Szenen aus dem Leben der Menschen. Fotos: Volker Frenzel
  • „Quo vadis“ - alltägliche Szenen aus dem Leben der Menschen. Fotos: Volker Frenzel
    „Quo vadis“ - alltägliche Szenen aus dem Leben der Menschen. Fotos: Volker Frenzel
  • „Quo vadis“ - alltägliche Szenen aus dem Leben der Menschen. Fotos: Volker Frenzel
    „Quo vadis“ - alltägliche Szenen aus dem Leben der Menschen. Fotos: Volker Frenzel
  • „Quo vadis“ - alltägliche Szenen aus dem Leben der Menschen. Fotos: Volker Frenzel
    „Quo vadis“ - alltägliche Szenen aus dem Leben der Menschen. Fotos: Volker Frenzel
  • „Quo vadis“ - alltägliche Szenen aus dem Leben der Menschen. Fotos: Volker Frenzel
    „Quo vadis“ - alltägliche Szenen aus dem Leben der Menschen. Fotos: Volker Frenzel
  • „Quo vadis“ - alltägliche Szenen aus dem Leben der Menschen. Fotos: Volker Frenzel
    „Quo vadis“ - alltägliche Szenen aus dem Leben der Menschen. Fotos: Volker Frenzel
  • „Quo vadis“ - alltägliche Szenen aus dem Leben der Menschen. Fotos: Volker Frenzel
    „Quo vadis“ - alltägliche Szenen aus dem Leben der Menschen. Fotos: Volker Frenzel

 

„Die Digitalfotografie hat für mich alles verändert.“

Oft bedankt er sich bei seinen Models, indem er das Bild per E-Mail schickt. Schon sein Vater hat Volker Frenzel an die Fotografie herangeführt. In der Familie gehörten Bilder einfach dazu. Und so begann er bereits als junger Pilot mit dem Fotografieren – natürlich noch analog. Aber die Bildergebnisse waren ihm nicht gut genug. Erst die Digitalfotografie, mit der er bereits 1998 begann, weckte in ihm das Potenzial zum Meisterfotografen.

Mit der wachsenden Begeisterung für die Digitalfotografie erkannte Frenzel, was für ein Geschenk die Kombination aus Pilotenberuf­ und Fotohobby ist. Er besuchte öfter die gleichen Orte, probierte neue Blickwinkel aus oder wartete auf Menschen, die er mit ins Bild nehmen konnte. Manchmal hilft er dabei auch nach: Wenn er zum Beispiel zwei junge Frauen im Museum bittet, noch einmal die Treppe hinauf- und hinunterzugehen. Ein bisschen Inszenierung im echten Bild, alles im Sinne der Perfektion.

Sein Erfolgsgeheimnis: Völlig un­verkrampft nach Vollendung streben. Sich nicht zu hetzen, sondern ganz geduldig auf den richtigen Moment zu warten: Kein Problem, wenn man weiß, dass man schon bald wieder hier landet. Mit dem eigenen Jumbo.

 


Der Fotograf: Volker Frenzel (64) fotografiert seit 1998 digital. Lange Jahre ist er schon Canon-Fotograf und besitzt heute eine 5D Mark III. Mittlerweile ist aber vor allem eine Fujifilm X-E2 ­seine ständige Begleiterin. Weitere Informationen zu seiner Arbeit finden sich auf www.vf-fotos.de.


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