China und Tibet in 16 Tagen

Reisebericht von Petra Jaworski

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Reisebericht von Petra Jaworski

CEWE FOTOBUCH „China & Tibet“


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Petra Jaworski hat bereits die halbe Welt bereist. Zu den absoluten Highlights der letzten Jahre zählt für sie jedoch die Rundreise durch China und Tibet: 16 Tage erkundete die Weltenbummlerin zusammen mit ihrem Mann und Freunden das historische und moderne Reich der Mitte. Die teils riesigen Distanzen legte sie per Flugzeug, Minivan, Eisenbahn, Motorrad und sogar zu Fuß zurück.

Petra Jaworski

Die 16-tägige Tour durch China und Tibet bleibt Petra Jaworski als „Reise der Superlative“ in Erinnerung: Die moderne Millionenmetropole Shanghai mit ihrer futuristischen Architektur. Berge wie im Märchen auf einer Flussfahrt auf dem Li Jiang. Touristenmassen bei der Terrakotta-Armee. Ruhig grasende Yaks im tibetischen Hochland. So viele unvergessliche Erlebnisse in kurzer Zeit.

Die Menschen, die Petra Jaworski auf ihrer Reise kennengelernt hat, haben sie ebenfalls sehr beeindruckt: Die stets freundlichen Chinesen, die in der Vergangenheit und heute Unglaubliches geschaffen haben, aber auch die starken, unbeugsamen Tibeter, die als Minderheit im eigenen Land leben. Die begeisterte Amateur-Fotografin hat das riesige Reich der Mitte in wunderschönen Bildern festgehalten. Lust bekommen? Dann gehen Sie jetzt mit Petra Jaworski auf Tour.

Shanghai Schriftzeichen
Shanghai
Shanghai Deco Shanghai Deco

Ankunft in Shanghai

Kapitel 1

China feiert im Oktober die große Kulturrevolution, und just an unserem Anreisetag beginnt die „Goldene Woche“. Deshalb ist Shanghai noch prächtiger geschmückt, der abendliche Blick auf die grell-bunt beleuchtete Skyline raubt uns den Atem. Auf dem Wasser fahren unzählige, mit farbigen Lichtern geschmückte Schiffe, die sich im Wasser spiegeln. Unsere Stimmung ist euphorisch.

Am nächsten Tag wollen wir die himmelstürmende Architektur Shanghais von ganz oben bewundern. Wir nehmen im Jin Mao Tower den Aufzug und sind in 46 Sekunden im 88 Stockwerk. Hier haben wir einen unverstellten, wunderbar klaren Ausblick auf die uns zu Füßen liegende Stadt, die sich bis weit in den Horizont erstreckt. Die Yangtse-Mündung lässt sich im hellblauen Dunst nur erahnen. Neben dem noch im Bau befindlichen Shanghai Tower mit bereits 632 Metern Höhe fühlen wir uns auf dem Jin Mao Tower mit 420 Metern wie Zwerge.

Wir tauchen in die Altstadt Shanghais ein, die vor 20 Jahren komplett restauriert wurde. In den verwinkelten Straßen herrscht dichtes Gedränge, keine Chance, die eigentlich pittoresken Tempel, Holzhäuser und Brücken im Ganzen aufs Bild zu bringen. Wir sind überwältigt von den vielen Eindrücken fürs Auge, Ohr und die Geschmacksknopsen: eine äußerst beliebte Delikatesse scheinen beispielsweise ganze Krebse auf Holzspießen zu sein.

Guilin Schriftzeichen
Guilin

Zauberhaftes Guilin

Kapitel 2

Wir fliegen in den Süden des Landes, nach Guilin und weiter über eine 65 Kilometer lange, holprige Straße nach Yangshou. Diese Stadt liegt am Fluss Li Jiang inmitten schroffer, dunstverhangener Karstberge – eine der schönsten Landschaften Chinas. Auf einer Floßfahrt können wir die märchenhaften Berge ganz von nahem bewundern. Hohe, hellgrüne Bambussträucher am Ufer heben sich in malerischem Kontrast von den dunkelgrünen Zuckerhut-Bergen ab. In jeder neuen Flussbiegung bieten sich neue, wunderschöne Ausblicke, die fotografiert werden wollen.

Zurück in Guilin besuchen wir eine kleine Tempelanlage, von der wir einen wunderbaren Blick auf den Li Jiang und die Stadt haben. Wie so oft auf unserer Reise müssen wir viele Treppen erklimmen, aber es lohnt sich. Der Anblick dieser besonderen Bergformation fasziniert immer wieder aufs Neue. In der Tempelanlage ist wenig von der Hektik der Großstadt zu spüren, die Uhren scheinen hier ein wenig langsamer zu ticken.

Guilin Deco
Longsheng Schriftzeichen
Longsheng

Reisfelder von Longsheng

Kapitel 3

Longsheng Gruppenbild

Wir wollen weiter nach Longsheng, zu den berühmten Reisterrassen, die sich vom Flussufer bis hoch in die Berge ziehen. Diese wunderschöne Kulturlandschaft ist eigentlich nur 90 Kilometer von Guilin entfernt, doch der Verkehr auf der Bergstraße ist chaotisch – wir stehen stundenlang inmitten einer riesigen Blechschlange im Gebirge. Nichts geht mehr, deshalb versuchen wir unser Glück zu Fuß. Das sehr schwüle und heiße Wetter schlägt um, es wird merklich kühler und beginnt, in Strömen zu regnen. Dann sammeln uns ein paar geschäftstüchtige Motorradfahrer auf und bringen uns in halsbrecherischem Tempo zu unserem nächsten Reiseziel.

Die Strapazen lohnen sich: Als das Wetter in Longsheng aufklart, breiten sich tief grüne Reisterrassen vor uns aus. Die Reisernte steht kurz bevor, wir sehen zarte Halme, deren Ähren voller Reiskörner stecken. Die meist weiblichen Erntehelfer laufen mit strammen Waden die vielen Stufen scheinbar mühelos hinauf und herunter. Sie gehören zu chinesischen Minderheiten, den Zhuang, den Yao und den Dong. Berühmt sind diese Frauen nicht nur für ihre enorme Zähigkeit, sondern auch für ihre bis zu 1,5 Meter langen Haare, die sie gekonnt um den Kopf schlingen. Mit den Körben auf den Rücken sehen sie sehr exotisch aus.

Longsheng Deco
Chengdu Schriftzeichen
Chengdu
Chengdu Deco Chengdu Deco

Die Pandas von Chengdu

Kapitel 4

Zurück in Guilin geht es zum Flughafen, wir fliegen nach Chengdu in die Provinz Sichuan. Die Stadt zählt nicht nur 14 Millionen Einwohner, sondern beherbergt auch eine Panda-Aufzucht-Station. Diese liegt in einem großen, wunderschönen Park, dem ganz viel Bambus „chinesisches Flair“ verleiht. Es ist nicht allzu viel los, und in den meisten Gehegen lassen sich die Tiere ungestört beobachten. Wir haben einen tollen Blick auf kleine Pandababys, die von einer Pflegerin an der frischen Luft auf eine Decke gelegt werden, um schon einmal erste Erfahrung mit dem Publikum zu sammeln. Mein Wunsch, einen Bären in der Hand zu halten, erfüllt sich leider nicht. Was vor ein paar Jahren noch kein Problem war, hat man nun zum Schutz der Tiere unterbunden.

Am Nachmittag besichtigen wir die Altstadt von Chengdu. Sie ist voller Buden und Verkaufsstände, die für die „Goldene Woche“ aufgebaut wurden. Auch hier sind Hunderte chinesischer Touristen unterwegs, dazwischen tibetanische Mönche, schon von weitem an ihren dunkelroten Kutten erkennbar. Am Abend wagen wir uns an eine Spezialität der Region, den „Sichuan Feuertopf“. An jedem Tisch unseres Restaurants gibt es eine Gasvorrichtung, in der ein Topf mit heißer Brühe steht. Darin schwimmen die unterschiedlichsten Dinge, und jeder von uns fischt sich extrem scharfe Köstlichkeiten heraus. Ein tolles Erlebnis für den Gaumen.

Chengdu Altstadt
Lhasa und Tibet Schriftzeichen
Lhasa & Tibet

Lhasa und Tibet

Kapitel 5

Ein Flugzeug bringt uns nach Lhasa, Tibet. Beim Aussteigen auf 3.800 Meter Meeresspiegel gehen wir alle wie auf Watte, der Himmel ist glasklar und tiefblau. Unser Guide begrüßt uns mit weißen Schals für ein langes glückliches Leben.

Lhasa weiße Schals

Der erste Weg führt uns mit dem Pilger- und Touristenstrom zum berühmten Potala-Palast, einem der Höhepunkte einer China-Reise. Hier wohnte bis zu seiner Flucht der Dalai Lama, fotografieren ist strengstens verboten. Die gesamte Palast-Anlage ist unglaublich verschachtelt, es geht immer wieder über steile Stiegen und Treppen in neue, geheimnisvolle Bereiche. Die Buddhas, Abbildungen, Vitrinen und Schalen sind voll mit Geldscheinen, welche die Gläubigen als Opfergaben bringen. Hierher kommen auch Tibeter, zum Teil ärmliche Nomaden mit ihren Babys auf dem Rücken, und füllen Yakbutter und Öle in Kerzenbehältnisse, küssen Statuen und legen weiße Schals ab.

Anschließend besuchen wir den Jokhang-Tempel, der mit seinem vergoldeten Dach zu einer Besichtigung einlädt. Wie an allen Sehenswürdigkeiten in Lhasa wird das Treiben von bewaffneten Polizisten und Militär argwöhnisch beobachtet – die Sicherheitskontrollen wurden nach den Unruhen 2008 verschärft. Immer noch umrunden Pilger das Kloster, und wir werden nicht müde, die Gläubigen zu beobachten.

Um nach China zurück zu gelangen, haben wir eine Zugfahrt quer durch den Himalaya gebucht – über 4.500 Kilometer und 33 Stunden lang. Der Blick aus dem Zugfenster eröffnet uns Ausblicke, die wir nie wieder vergessen werden. Grasende Yaks, verschlafende kleine Dörfer oder den Namco, den höchstgelegenden See der Welt.

Am nächsten Morgen erlebten wir eine riesen Überraschung, wir fuhren durch eine tiefverschneite Landschaft. Über Nacht hat der Winter Einzug gehalten. Nun befinden wir uns im Herzen Chinas, in Xi’an.

Lhasa Deco
Xian Schriftzeichen
Xian
Xian Deco Xian Deco

Kaiserstadt Xi’an und die Terrakotta-Armee

Kapitel 6

Heute zählt die ehemalige Kaiserstadt Xi’an mit neun Millionen Einwohnern zu den chinesischen Kleinstädten. Trotzdem darf sie auf einer Rundreise nicht fehlen, denn 1974 wurde vor den Toren der Stadt die berühmte Terrakotta-Armee entdeckt. Wir sind gespannt auf die legendären Tonsoldaten, die das Mausoleum des Kaisers Qin der ersten Dynastie bewachen, der das riesige Reich 221 vor Christus vereinigt hat.

Die Ausstellung auf dem Ausgrabungsgelände ist sehr voll, Touristen werden in hohem Tempo durchgeschleust. Es fällt schwer, von den Terrakotta-Kriegern in den Vitrinen ein wirklich gutes, unverstelltes Foto zu machen. Aber irgendwie schaffen wir es. Es ist fast unheimlich: Jeder der wohl sechs- bis siebentausend Krieger wurde individuell gestaltet besitzt ein anderes Gesicht. Die tönerne Armee und Schätze waren nicht die einzige Grabbeigaben: Neben zahlreichen Konkubinen mussten auch die Arbeiter des Mausoleums Qin in den Tod begleiten, um dessen Geheimnis zu wahren.

Noch längst sind nicht alle archäologischen Schätze geborgen. Beispielsweise wurde der eigentliche Grabhügel des Kaisers bis heute nicht geöffnet, da er Unmengen an Quecksilber enthalten soll. Wir sind begeistert, dass wir am Ende unseres Rundgangs den Entdecker des UNESCO-Weltkulturerbes zu sehen bekommen. Der ehemalige Bauer Yang Zifa signiert Bücher am Souvenirstand, wir kaufen selbstverständlich eines.

Peking Schriftzeichen
Peking

Peking und die Verbotene Stadt

Kapitel 7

Unser nächstes Ziel heißt Peking. Der Guide führt uns als Erstes zum Mausoleum Mao Zedongs am gigantischen Platz am Tor des Himmlischen Friedens. Ein Ort, der 1989 durch ein Massaker traurige Berühmtheit erlangt hat. Hier grenzt auch die touristische Hauptattraktion Pekings an: Die Verbotene Stadt, in der bis Anfang des letzten Jahrhunderts die chinesischen Kaiser mit ihren Frauen, Konkubinen und Kindern residierten.

Wir drängen uns durch ein Tor auf das 720.000 Quadratmeter fassende Gelände. Hier befinden sich knapp 900 kleine Paläste, unzählige Pavillons und verwinkelte Gärten. Kurios, aber sympathisch: Viele chinesische Touristen posieren mit großem Vergnügen in historischen Kaiser-Kostümen für die Kamera. Wir besteigen einen kleinen Hügel, auf dem noch eine Pagode steht. Von dort aus haben wir einen fantastischen Blick auf die unter uns liegende Verbotene Stadt und können nun mit eigenen Augen erkennen, welch riesige Ausmaße diese hat.

Anschließend fahren wir in die Innenstadt und bekommen einen kleinen Eindruck vom modernen Peking mit Hochhäusern, teuersten Geschäften und Luxus-Einkaufspassagen. Am Food Market schwanken wir zwischen Faszination und Ekel: Raupen, Käfer, Insekten, Schlangen, Innereien – alles am Spieß und zum sofortigen Verzehr bereit. Für unseren europäischen Gaumen empfehlen sich eher köstliche frittierte Kartoffelscheiben oder gebackene Bananen am Spieß.

Peking Deco
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Große Mauer
Große Mauer Deco Große Mauer Deco

Abschied an der Großen Mauer

Kapitel 8

Mit unserem Guide machen wir uns auf den Weg zur Großen Mauer, die etwa 60 km vor Peking liegt. Beim Aussichtspunkt Badaling verschaffen wir uns so gut es geht einen Überblick über dieses Weltwunder. Kaum zu glauben, dass wir hier nur ein winziges Stückchen des gigantischen Schutzwalls zu sehen bekommen. Neuesten Messungen zufolge besitzt das Bauwerk eine Gesamtlänge von über 8.000 Kilometer. Über Jahrhunderte haben die Kaiser das Projekt immer weiter voran getrieben, angefangen vom Kaiser Qin der ersten Dynastie.

Nach steilem Anstieg stehen wir auf einem der Weltwunder, ein erhebendes Gefühl. Es ist keine Wolke am Himmel zu sehen, wir genießen eine herrliche Aussicht. Natürlich wollen wir zum Abschluss unserer Reise dieses Highlight im Licht eines wunderschönen Sonnenuntergangs festhalten und überlegen, an welcher Stelle wir uns mit der Kamera postieren sollen. Schließlich steigen wir ab und auf der anderen Seite wieder hoch, trennen uns, damit wir in verschiedenen Winkeln fotografieren können. Die lange Warterei lohnt sich: Im flammenden Abendrot gelingen einige wunderschöne Aufnahmen. Als wir als eine der letzten Touristen von der Mauer absteigen, dämmert es bereits. Wir sind glücklich, denn wir haben einen großartigen Tag und eine unvergessliche Reise erlebt.

Große Mauer Sonnenuntergang

Das CEWE FOTOBUCH

Wie aus Reisebildern eine spannende Geschichte im CEWE FOTOBUCH wird
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Gestaltungstipps von Petra Jaworski

1. Titelbild

Bei einer so vielfältigen Reise wie meiner sollte das Cover diese auch widerspiegeln. So könnten Sie zum Beispiel mit Ihren ausgewählten Bildern die schönsten Momente der unterschiedlichen Destinationen darstellen. Ein farblich passender Hintergrund charakterisiert auf meinem Cover das Land China. Ein Tipp: Versuchen Sie nicht, zu viele Bilder auf dem Titelbild zu platzieren.

Tipp 1
2. Eigener Stil

Auf dieser Doppelseite habe ich auf dem Hintergrund ein Bild platziert und Detailaufnahmen darüber gelegt. Um einen farblichen Akzent zu setzen, habe ich die Bildfelder aufgezogen und die Transparenz auf 100 Prozent eingestellt. Dann habe ich um die Bildfelder einen Rand angelegt, der farblich zum Thema und zur Optik passt. So greife ich die landestypische Stimmung der Motive auf und gebe der Doppelseite mit diesem Stilmittel einen ganz eigenen Charakter.

Tipp 2
3. Gestaltungselemente

Ich verwende gerne die zahlreichen Gestaltungselemente der Software. Für das Buch über meine Reise nach China und Tibet habe ich besonders die Rahmen und Passepartouts genutzt. Dadurch ist es mir gelungen, den besonderen Charme der einzelnen Fotos noch deutlicher zu unterstreichen.

Tipp 3


Die Autorin

Petra Jaworski
Weltenbummlerin Petra Jaworski

Die Lust zu Reisen hat die 58-jährige schon früh durch ihre Eltern entdeckt und bis heute nicht mehr verloren. Zusammen mit ihrem Mann hat die Marketingexpertin schon vier verschiedene Kontinente auf über 150 Touren rund um den Globus erkundet. Fehlen darf dabei nie ihre Nikon D7000 Spiegelreflexkamera. Denn schon beim Blick durch den Sucher und das Drücken des Auslösers ist die leidenschaftliche Hobbyfotografin in Gedanken bei der Gestaltung ihres nächsten Fotobuchs. Für Petra Jaworski gehören ihre Fotobücher inzwischen zu den Reisen dazu, wie das Entdecken der fernen Länder selbst. Planen, Gestalten, Bestellen und Betrachten, von all dem schwärmt die Meerbuscherin. Schließlich kann sie so die schönsten Geschichten ihrer Touren noch einmal erleben.