Länger als Standard

Geht man von der Standardbrennweite nach oben, kommt man in den Bereich der Objektive, die einen kleineren Bildwinkel und eine längere Brennweite aufweisen. Sie heißen allerdings nicht Schmalwinkel- oder Engwinkelobjektive, sondern Teleobjektive oder langbrennweitige Objektive. Ihr Vorteil ist, dass man Dinge oder Geschehnisse aus großer Entfernung groß ins Bild bekommt. Sportfotografen, die außerhalb des Spielfeldes agieren müssen, wissen das ebenso zu schätzen wie Tierfotografen, die ihr Modell weder zur Flucht noch zum Angriff reizen möchten.

 

 

Verbinden Standardzooms, die von 24 mm oder 28 mm bis 70 mm [@KB] reichen, den Weitwinkelmit dem Telebereich? Weitwinkel ja, das ist keine Frage. Aber 70 mm und Tele? Hier spricht der Bildwinkel von 34° doch eher für die Einordnung als erweiterte Standardbrennweite. Der wirkliche Telebereich beginnt bei 85 mm [@KB] (28°30’) und geht bis 200 mm [@KB], wo der Bildwinkel nur noch 12° groß ist.

Die Brennweiten von 85 mm [@KB] und 100 mm [@KB] werden gern auch als „kurze Telebrennweiten“ oder auch als „Porträtbrennweiten“ bezeichnet - dazu in der nächsten Folge mehr. Das Bildfeld ist hier schon ein gutes Stück kleiner, als bei der Standardbrennweite und man kann sich sehr gut aufs Wesentliche im Motiv beschränken.

Ab 300 mm [@KB] beginnt der Bereich der Superteleobjektive mit einem Bildwinkel von 8° 15’. Als längste Brennweiten findet man Anfang 2009 auf der Homepage von Nikon ein 600-mm-Objektiv (Bildwinkel 4°10’), bei Canon eines mit 800 mm Brennweite und einem Bildwinkel von 3°6’ und Sigma bietet die Brennweite von 800 mm in einem festbrennweitigen Objektiv und in einem 300-800- mm-Zoom. Alle vier Objektive sind für Vollformat gerechnet und können auch an Kameras mit APSC- Sensoren eingesetzt werden, was zur scheinbaren Brennweitenverlängerung um den Faktor 1,6x bzw. 1,5x führt.

Auf dem Sektor der Superteleobjektive haben die kleinen Sensoren eine gewisse Inflation verursacht. Setzt man ein Vollformatobjektiv mit 300 mm Brennweite an eine APS-C-Kamera, wirkt es schon wie ein 450-mm-Objektiv [@KB] und an einer 4/3-Kamera sogar wie ein 600-mm-Objektiv [@KB]. Sport- und Tierfotografen sind also mit APS-C- bzw. 4/3-Kameras gut bedient, da vorhandene Teleobjektive wie Superteleobjektive genutzt werden können.

 

TIPP

Ein Motiv kann - aufgenommen mit verschiedenen Brennweiten und von unterschiedlichen Standorten - für viele Bilder gut sein.

Eine solche Bilderserie lässt sich hervorragend auf einer Doppelseite eines CeWe- Fotobuches präsentieren. Der Druck auf Fotopapier lässt nicht nur Farben strahlen und Kontraste „knackig“ wirken. Auch beim Blättern sind die Vorzüge des hochwertigen Papieres zu spüren - und zu sehen, da die Blätter plan liegen, wie man es von Papierbildern nicht anders gewohnt ist. Welches Fotobuchformat? Das hängt natürlich auch von den Bildern ab. So ist z. B. das A4-Panorama- Format eine Überlegung wert, z. B. wenn Landschaftsaufnahmen im „Breitbildformat“ gezeigt werden sollen.

 

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